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XTERRA France: Der Thron der Vogesen sucht seinen Herrscher im Schlamm

XTERRA France: Der Thron der Vogesen sucht seinen Herrscher im Schlamm

Wird es jemandem gelingen, die Tyrannei der Forissier-Brüder in ihrem eigenen Wohnzimmer zu beenden? Diese Frage schwebt über dem eiskalten Wasser des Lac de Longemer, während sich Xonrupt-Longemer auf eines der härtesten Events im europäischen Kalender vorbereitet. Nach einem Saisonauftakt, bei dem sich Félix und Arthur im Weltcup gegenseitig Schlagabtausche geliefert haben, ist der XTERRA France - Full Distance Triathlon an diesem Sonntag die Bühne für eine Abrechnung, die nach Tannen und feuchter Erde riecht.

Die Strecke in den Vogesen verzeiht nichts. Mit einem Mountainbike-Split, der aus reinem technischen Singletrack besteht, und Rampen, die einen zwingen, den Lenker förmlich zu zerquetschen, drohen die angekündigten Regenschauer die Wurzelpassagen in echte Rutschbahnen zu verwandeln. Hier reichen Watt in den Beinen nicht aus; man braucht die technische Präzision eines Chirurgen, um in den Abfahrten zur Wechselzone nicht unsanft abzusteigen. Die massiven Höhenmeter und das geländebedingte Beinbrecher-Profil der Laufstrecke mit ihren ständigen Rhythmuswechseln werden das Urteil über all jene fällen, die nach der Tortur auf dem Rad am Limit sind.

Doch das Schlammfestival beginnt schon früher. Am Samstag bildet der XTERRA France - Découverte im Sprintformat den Auftakt und dient als Gradmesser für die Härte eines Kurses, der dieses Jahr technischer denn je wirkt. Es gibt keine Gnade und keine Möglichkeit zum Drafting auf Pfaden, wo Überholen eine Kunst ist und Fehler mit wertvollen Minuten bezahlt werden. Die Explosiv-Spezialisten bekommen ihre Chance auf den 25,5 Kilometern der Einzelwertung, wo das Laktatmanagement am ersten Anstieg entscheidet, wer die finale Wand überlebt.

Vorsicht vor dem Mann mit dem Hammer im letzten Drittel des olympischen Triathlons am Sonntag. Die Berichte der Vorjahre lehren uns, dass in Xonrupt nicht die Uhr der wahre Feind ist, sondern die Feuchtigkeit, die sich im Wald an die Lungen heftet. Mit einer Start List, die das Who-is-Who der internationalen Szene auf der Jagd nach den 58 WM-Slots vereint, ist die Spannung am Start elektrisierend. Die Forissiers gehen als Favoriten ins Rennen, doch der Schlamm der Vogesen hält immer eine letzte Überraschung für jene bereit, die glauben, den Berg zu beherrschen.

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Events in diesem Artikel

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