Das Thermometer im Val d’Aran droht die offiziellen Bestzeiten zu sprengen, während die internationale Trail-Elite in Vielha eintrifft. Das gemeinsame Ziel: die 23-Stunden-Marke beim VDA zu knacken. Angesichts der Wettervorhersagen für dieses Wochenende werden das Elektrolytmanagement und der Rhythmus beim Aufstieg zum Còth de Pòdo über Podiumsplatz oder Ausstieg durch Dehydration entscheiden – in einer Edition, die extrem schweißtreibend zu werden verspricht.
Die 100-Meilen-Herausforderung: Rekord oder Überlebenskampf?
Der VDA - Torn dera Val d'Aran bleibt mit seinen brutalen 163 Kilometern und 10.000 Höhenmetern das Kronjuwel des Events. In diesem Jahr liegt der technische Fokus auf dem Abschnitt zwischen Kilometer 100 und 130, wo das alpine Gelände und die hochalpinen Pfade die Oberschenkel derer zermürben, die sich ihre Kräfte nicht eingeteilt haben. Analysten der World Series gehen davon aus, dass der Streckenrekord der Männer fallen könnte, wenn die Spitzengruppe ein konstantes Tempo in den Übergängen hält und den „Mann mit dem Hammer“ an den Verpflegungsstationen rund um Beret vermeidet.
Der Kampf um die Running Stones verschärft sich
Es geht nicht nur um die reine Ultradistanz. Der CDH - Camins de Hèr hat sich mit 110 Kilometern als Lieblingsdistanz für „Fast-Packing“-Spezialisten etabliert. Das Beinbrecher-Profil ab Les erfordert eine ausgefeilte Technik auf den Single-Track-Downhills, wo ein einziger Fehltritt Monate der Vorbereitung zunichtemachen kann. Unterdessen ziehen die PDA - Peades d'Aigua und die TDL - Termières dera Libertat die explosiveren Läufer an – jene, die in der Lage sind, bei den 5.100 Höhenmetern des TDL den Puls hochzuhalten, ohne vorzeitig in den roten Bereich zu geraten.
Die Organisation hat die Wasserstellen für die Sonntagsrennen wie den EXP - Experiéncia d'Aran und die SKY Baqueira Beret verstärkt, da die Hitze in den tieferen Lagen von Vielha und Salardú ein entscheidender Faktor sein wird. Die Elite-Athleten testen bereits das Gelände und achten besonders auf die Wahl der Schuhe für die Granitblock-Passagen, wo Grip lebenswichtig ist, um im Kampf um die direkte Qualifikation für Chamonix keine wertvollen Sekunden zu verlieren.