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Revanche und Watt im Kanal von Les Sables: Jagd auf den Vendée-Rekord

Revanche und Watt im Kanal von Les Sables: Jagd auf den Vendée-Rekord

Die Bestzeit von Pierre Le Corre aus dem Jahr 2023 scheint unter der Sonne der französischen Atlantikküste angezählt zu sein. Dieser 5. Juli beim IRONMAN 70.3 Les Sables d'Olonne Vendée ist nicht nur ein weiterer Termin im europäischen Kalender; es ist der Schauplatz einer technischen Verfolgungsjagd, bei der das Drafting-Management und die Aerodynamik auf den 90 Radkilometern darüber entscheiden, wer den Durchgang durch den mythischen Kanal der Vendée Globe übersteht.

Der Kampf um den gallischen Thron

Die eigentliche Nachricht ist nicht die massive Beteiligung der Agegrouper, sondern die Dichte eines Profi-Feldes, das nach den jüngsten Anpassungen im Pro-Series-Ranking mit dem Messer zwischen den Zähnen anreist. Branchenanalysten deuten auf ein brudermörderisches Duell zwischen den lokalen Spezialisten und der deutschen Armada hin, die dafür bekannt ist, den Asphalt auf flachen Abschnitten zu zertrümmern. Die Radstrecke kommt zwar ohne große Pässe aus, ist aber ein tückischer Kurs, auf dem Seitenwind zu einem monumentalen Mann mit dem Hammer führen kann, noch bevor man den Asphalt des Halbmarathons betritt.

Das ikonischste Schwimmen der Serie

Der Start am Strand von Les Sables und das Schwimmen durch den Ausfahrtskanal der Jachten ist nichts für schwache Nerven. Die 1.900 Meter Schwimmen zwingen die Triathleten, die Strömungen mit chirurgischer Präzision zu lesen. Ein Fehler in der Linie bedeutet hier den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren – was bei einem Half auf diesem Niveau praktisch einem sportlichen Todesurteil gleichkommt. Auch die Staffeln des IRONMAN 70.3 Relay müssen sich durch diesen aquatischen Flaschenhals kämpfen, in dem ständiger Körperkontakt herrscht und das Adrenalin vor der T1 in die Höhe schießt.

Die Laufstrecke, vier Runden auf der Strandpromenade, wird bei den vorhergesagten Temperaturen zu einem echten Ofen. Hier ist der Mann mit dem Hammer kein Berg, sondern das konstante Tempo von unter 3:20 min/km, das die Führenden diktieren wollen. Es gibt keinen Raum für Taktiererei: Entweder man geht auf volles Risiko, um die Marke von 3 Stunden und 41 Minuten zu knacken, oder man wird von der Fan-Masse am Remblai verschlungen. Entscheidend wird sein, wer die Trittfrequenz halten kann, wenn das Laktat bei Kilometer 15 des abschließenden Laufs zu brennen beginnt.

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