Die wahre Schlacht beim Reventón El Paso findet in diesem Jahr nicht nur im Schlamm statt, sondern auch in der Luft und auf den Bildschirmen. Die Organisation geht in die Vollen und bietet ein beispielloses Aufgebot von 40 Profis und 17 Live-Übertragungspunkten auf, um die Berichterstattung einer geschichtsträchtigen Edition zu garantieren. Mit sechs Kamera-Ridern an den Fersen der Führenden und drei Drohnen über den Graten wird der Druck auf die Elite-Athleten in La Palma enorm sein, um unter dem medialen Fokus nicht einzubrechen.
Die Vulkanhölle des Ultra Trail
Das Highlight, der 70,5 Kilometer lange Ultra Trail, verlangt den Läufern über 8.100 Höhenmeter ab. Die Strecke ist ein echter Beinbrecher, der sich nach dem gemeinsamen Start mit dem Marathon am Refugio del Pilar abzweigt, um den Gipfel des Rennens in Las Deseadas zu stürmen. Wer diesen Abschnitt übersteht, muss einen technischen Downhill Richtung Las Manchas bewältigen, wo die junge Vulkanlandschaft die Stabilität der Quadrizeps vor dem finalen Anstieg auf die Probe stellt.
Nächtliche Duelle und pure Geschwindigkeit
Action pur heißt es bereits diesen Donnerstag bei der Subida a las Estrellas, einer vertikalen Explosion von 3,2 Kilometern und 620 positiven Höhenmetern unter dem Starlight-Zertifikat. Es ist der perfekte Appetitanreger vor dem Samstags-Spektakel, bei dem der Classic (31,8 km) und der Sprint (17,5 km) – der dieses Jahr zu seiner traditionellen Route durch das Dorfzentrum zurückkehrt – die Spezialisten für kurze, explosive Distanzen anlocken. Für Einsteiger, die einen monumentalen Hungerast vermeiden wollen, ist der 8 km lange Starter das ideale Tor zum kanarischen Trailrunning.
Mit einem Kommentatorenteam um Ignacio Feliciano und Sergio Garasa 'Mayayo' will das Event nicht nur die Schnellsten krönen, sondern die Härte der Ruta de los Volcanes weltweit bekannt machen. Strategische Services wie der kostenlose Kindergarten im Freizeitzentrum El Árbol runden die Logistik ab, sodass die Vereinbarkeit von Familie und Sport keine Ausrede mehr ist, um bei einem der medienwirksamsten Termine des europäischen Kalenders keine Startnummer zu tragen.