Die fünfzehnte Ausgabe des Ultrabericus Trail hat ihren Termin und ihre Laufrichtung gefunden: Am 14. März 2026 wird das Ultra-Peloton wieder im Uhrzeigersinn starten. Dieses technische Detail ist alles andere als nebensächlich; es bestimmt die Härte des Rennens, indem es die Abfolge der entscheidenden Anstiege in den Colli Berici verändert – ein Wechselspiel, das die Organisation strikt beibehält, um jedes Jahr eine neue taktische Herausforderung zu bieten.
Der Beinbrecher von Venetien
Mit Start und Ziel auf der legendären Piazza dei Signori in Vicenza bietet der Hauptlauf, der Ultrabericus Integrale, 65 Kilometer mit 2.500 Höhenmetern. Es ist kein Hochgebirgsrennen, aber sein Sägezahnprofil auf Karstgelände, Single-Track-Trails und alten Maultierpfaden verlangt ein perfektes Pacing. Da in geraden Jahren im Uhrzeigersinn gelaufen wird, nehmen die Athleten zuerst die Sektoren Arcugnano und Perarolo in Angriff und sparen sich die Kraft für den technisch anspruchsvollen Schlussabschnitt zurück in die Altstadt auf.
Distanzvielfalt und der Twin-Faktor
Das Angebot für 2026 umfasst vier ITRA-zertifizierte Wettbewerbe. Der Ultrabericus Marathon bietet 43 Kilometer mit 1.500 Hm, eine ideale Distanz für alle, die Intensität ohne die extreme Belastung eines Ultras suchen. Für Explosiv-Spezialisten führt der 21 Kilometer lange Ultrabericus Urban mit 700 Höhenmetern durch die stadtnahen Sektoren.
Besondere Erwähnung verdient die Twin Lui & Lei, eine Mixed-Staffel über 65 Kilometer, aufgeteilt in zwei Etappen von 34 und 31 Kilometern. Dieses Format fördert den Teamgeist und ist zu einem Markenzeichen des Events geworden, das auch Elite-Läufer als Speed-Test in der Vorsaison anlockt. Das Zeitlimit von 13 Stunden für den Integrale und die Twin stellt sicher, dass das Event seinen Charakter als großes Fest des italienischen Trails behält, bevor die Zeitnahme im Herzen von Vicenza um 23:00 Uhr schließt.
Logistik und Zeitplan
Der Tag beginnt um 10:00 Uhr für die Langstrecken, während der Urban-Lauf eine Stunde später startet. Die Läufer müssen ihre Verpflegung im Modus der Teil-Autarkie selbst verwalten, wobei strategische Verpflegungsstationen in Torri di Arcugnano, San Donato und Villa Bonin zur Verfügung stehen. Die Pflichtausrüstung wird streng kontrolliert – ein unverzichtbarer Sicherheitsstandard für ein Rennen, das offiziell den Kalender der großen Ausdauer-Events in Südeuropa eröffnet.