Der Mythos Run Green - Run Happy geht am 15. März 2026 in seine 52. Auflage und festigt den Königsforst Marathon als eine der puristischsten Ausdauerveranstaltungen im deutschen Laufkalender. Es ist mehr als nur eine Startnummer; es ist ein technischer Angriff auf einen DLV-vermessenen 21,1-Kilometer-Rundkurs, der sich durch das Natura 2000-Schutzgebiet schlängelt, wo Asphalt schnellen, festen Forstwegen weicht.
Drei Distanzen und ein Scharfrichter: der Monte Troodelöh
Die Strecke gönnt denjenigen, die eine neue Bestzeit anstreben, keine Atempause. Die Läufer des 63,3 km Ultramarathons müssen drei Runden absolvieren, wobei die größte Falle zwischen Kilometer 3 und 4 lauert: der Anstieg zum Monte Troodelöh. Mit 118 Metern über dem Meeresspiegel ist er der höchste Punkt der Stadt Köln und der „Scharfrichter“, der die Oberschenkel fordert, bevor die erste Verpflegungsstation erreicht wird. Die Krafteinteilung ist entscheidend, besonders beim Ultra, der zusammen mit dem Röntgenlauf in Remscheid zur prestigeträchtigen Kombinationswertung Bergische 126.6k gehört.
Elite-Logistik und Umweltschutz
Die Organisatoren des TV Refrath haben ein System gestaffelter Starts perfektioniert, um Massenansammlungen zu vermeiden und das Ökosystem des Waldes zu schützen. Die Netto-Zeitnahme per Chip erfolgt in Zeitfenstern: Die Ultrafondisten starten um 09:00 Uhr, gefolgt vom Marathon um 10:30 Uhr und dem Halbmarathon um 11:30 Uhr. Diese Struktur stellt sicher, dass Verpflegungsstellen nicht überlaufen sind und die Läufer ihren Rhythmus ohne Störungen halten können.
Für Rekordjäger gibt es handfeste Anreize: 250 Euro Prämie für neue Streckenrekorde und 50 Euro für Rekorde in den Master-Kategorien ab M/W40. Das logistische Zentrum befindet sich im Albertus-Magnus-Gymnasium in Bergisch Gladbach, wo Startnummernausgabe und Post-Race-Recovery stattfinden. Maximale Flexibilität: Athleten können die Distanz sogar während des Rennens spontan anpassen, je nachdem, was die Beine vor dem Zielschluss um 17:00 Uhr noch hergeben.