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Die 8.800-Meter-Wand: La Drômoise fordert die Grenzen des Ultra-Cyclings heraus

Die 8.800-Meter-Wand: La Drômoise fordert die Grenzen des Ultra-Cyclings heraus

Die schickt sich an, das Epizentrum eines extremen Ausdauerexperiments zu werden, das die europäischen Langstreckenspezialisten in Alarmbereitschaft versetzt. Während sich das normale Jedermann-Peloton warmfährt, richten Analysten ihren Blick auf das Debüt der Ultra-400km – eine Distanz, die nicht nur wegen der Kilometerzahl einschüchtert, sondern wegen der 8.800 Höhenmeter, die einer Everest-Besteigung vom Meeresspiegel aus entsprechen.

Die Tyrannei des Höhenmeter-Distanz-Verhältnisses

Was diese Ausgabe der La Drômoise von jedem anderen Termin im Kalender der Region Auvergne-Rhône-Alpes unterscheidet, ist die Dichte der körperlichen Qual. Es gibt kein Flachstück zum Verschnaufen. Das Design der Ultra-Strecke zwingt die Fahrer vom Start weg zum Laktatmanagement, mit Rampen von über 10 % im Vercors und im Diois-Massiv. Veteranen der Szene wissen: Bei einem 400-Kilometer-Rennen ist nicht die Distanz der wahre Feind, sondern die thermischen Wechsel zwischen engen Tälern und exponierten Gipfeln, wo der Wind eine lockere Übersetzung in ein Martyrium verschwendeter Watt verwandeln kann.

Teamstrategie oder individuelles Überleben?

Die große Unbekannte in den Fahrerlagern von Die ist das Verhalten der Teams beim 138 Kilometer langen L'Intégrale-Format. Im Gegensatz zur Ultra-Version wird das Tempo hier vom ersten Pass an atemberaubend sein. Es wird gemunkelt, dass mehrere französische Elite-Teams ihre besten Kletterer entsandt haben, um das Rennen auf den ersten 50 Kilometern zu sprengen und so den Massensprint zu vermeiden, der für die 115 Kilometer lange La Pré-alpine typisch ist. Windschattenfahren wird in den Zwischenabschnitten entscheidend sein, aber bei diesen extremen Steigungen wird die Gruppe unweigerlich vor der Hälfte des Tages zerfallen.

Die Logistik für die Ultra-400km-Fahrer erfordert ein Schlaf- und Ernährungsmanagement, das fast schon pathologische Züge annimmt. Bei 8.800 Höhenmetern lauert der Mann mit dem Hammer hinter jeder Kurve. Die Mechaniker haben diese Woche Überstunden geschoben, um die Übersetzungen anzupassen; Kassetten mit 34er-Ritzeln werden die Norm sein, um die steilsten Rampen der Drôme zu überstehen. Der raue Asphalt der Region verzeiht nichts, und die Reifenwahl – die Balance zwischen Pannenschutz und Rollwiderstand – wird darüber entscheiden, wer auf dem Podium steht und wer sein Rad die letzten Meter des Tages schieben muss.

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