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Chaos in Sabiñánigo: Quebrantahuesos 2026 kürzt das Ziel wegen Baustellen

Chaos in Sabiñánigo: Quebrantahuesos 2026 kürzt das Ziel wegen Baustellen

Die Uhr bleibt früher stehen, doch die Qual bleibt dieselbe. Die 35. Ausgabe des Quebrantahuesos Gran Fondo ist von einer beispiellosen logistischen Entscheidung geprägt: Die offizielle Zeitnahme endet nicht am traditionellen Pirenarium-Bogen, sondern fünf Kilometer vorher am Alto de Cartirana. Der Baustopp an der A-23-Umgehung hat die Organisation gezwungen, das Zeitfahren vorzeitig zu beenden, um einen Verkehrskollaps zu verhindern, der die Sicherheit der 11.000 Radsportler gefährdet hätte, die diesen Samstag die Pyrenäen fluten werden.

Ein entkoffeiniertes Finale bei offenem Verkehr

Was bedeutet das für den Fahrer, der seine persönliche Bestzeit jagt? Im Grunde wird der Zielsprint um das Diplom an den Rampen von Cartirana ausgetragen. Sobald dieser Punkt erreicht ist, müssen die Teilnehmer die letzten fünf Kilometer bis zum eigentlichen Zielbereich bei offenem Verkehr zurücklegen und die Straße mit Autos und Anwohnern teilen. Obwohl das Durchfahren des Bogens in Sabiñánigo obligatorisch ist, um als Finisher gewertet zu werden, erlischt der kompetitive Geist des Rennens bereits vor dem Stadtgebiet. Diese Maßnahme hat in Foren und Grupetten für Unmut gesorgt, da das Risiko, erschöpfte Radfahrer nach 200 harten Kilometern mit dem fließenden Verkehr zu mischen, als hoch eingeschätzt wird.

Treparriscos: Alles auf den Kopf gestellt

Während das Hauptevent im Finale leidet, erlebt der Treparriscos Medio Fondo eine totale Metamorphose. Zum ersten Mal in der Geschichte werden die 85 Kilometer in umgekehrter Richtung gefahren. Die Teilnehmer nehmen Petralba und Cotefablo aus einer völlig neuen Perspektive in Angriff – ein verzweifeltes Manöver, um die Zufahrten nach Sabiñánigo zu entlasten. Dieser Richtungswechsel verändert das Kraftmanagement komplett: Rampen, die früher rasante Abfahrten waren, werden nun zu Asphaltfallen, die eine andere Übersetzung auf der Kassette erfordern.

Ehrung für Ángel Vicioso inmitten der Riesen

Jenseits von aufgerissenem Asphalt und Bauzäunen bleibt die Epik an den Pässen unangetastet. Der Somport, die Marie Blanque mit ihren brutalen 12%-Rampen, der endlose Portalet und die technische Mauer von Hoz de Jaca werden das Urteil fällen. In diesem Jahr gehen die Startnummer 1 und die offizielle Ehrung an Ángel Vicioso, den aragonesischen Radprofi, der die Widerstandsfähigkeit einer Region verkörpert, die sich nicht von Infrastrukturproblemen ihr wichtigstes Fest verderben lässt. Mit Stars wie Miguel Induráin oder Purito Rodríguez im Feld wird die Quebrantahuesos 2026 zur Edition des logistischen Überlebenskampfes, bei der die wahre Herausforderung nicht nur die 3.500 Höhenmeter sind, sondern der Umgang mit dem Frust einer Uhr, die vor dem endgültigen Ruhm ausgeht.

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Events in diesem Artikel

JUN20
RadfahrenGran Fondo

Quebrantahuesos Gran Fondo

Sabiñánigo, Aragón, Spanien200 km+3.500 m
JUN20
RadfahrenMittel

Treparriscos Medio Fondo

Sabiñánigo, Aragón, Spanien85 km+1.350 m