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Bernard Koech: Die Diktatur der Uhr strebt das Triple in Hamburg an

Bernard Koech: Die Diktatur der Uhr strebt das Triple in Hamburg an

Bernard Koech kommt nicht nach Hamburg, um über die Reeperbahn zu spazieren; er kommt, um sich das zu holen, was ihm aufgrund seiner Schrittlänge zusteht. Der Kenianer, aktueller Streckenrekordhalter, kehrt diesen Sonntag in die Hansestadt zurück, mit einem fast schon unverschämten Ziel: den dritten Sieg in Folge beim Haspa Marathon Hamburg einzufahren. Nach seinen Galavorstellungen in den Jahren 2023 und 2024 kennt Koech jede Ritze im deutschen Asphalt, doch diesmal wird die Mauer nicht nur aus Kilometern bestehen, sondern aus Fleisch und Blut.

Das eigentliche Thema in der Langstreckenszene ist der Angriff auf den Thron durch den äthiopischen Block. Mit Stephen Kissa — der bereits weiß, wie man auf dieser Strecke nationale Rekorde pulverisiert — und dem lokalen Hoffnungsträger Samuel Fitwi verspricht das Männerrennen ab dem Startschuss um 08:30 Uhr ein echtes Ausscheidungsrennen zu werden. Fitwi, der seine Bestzeit in Valencia auf 2:04:56 gedrückt hat, genießt Heimvorteil und weiß, dass auf einem so flachen Kurs das Drafting und das Management der Pacemaker-Gruppen entscheidend sein werden, um nicht vor Erreichen von Planten un Blomen dem Mann mit dem Hammer zu begegnen.

Bei den Frauen verlagert sich die Spannung auf ein Duell der Titaninnen zwischen Tigist Ketema und Degitu Azimeraw. Ketema reist nach ihrem kometenhaften Aufstieg auf der Marathondistanz als Favoritin an, doch Hamburg ist ein tückisches Pflaster, wo die Feuchtigkeit der Elbe ein Rekordtempo in eine Qual mit schweren Beinen verwandeln kann. An der Verpflegungsstation ist kein Platz für Fehler; unter dem neuen Sponsoring von ESN steht die Ernährungsstrategie unter besonderer Beobachtung, vor allem für die 20.000 Hobbyläufer, die bereits vor sieben Monaten alle Startplätze ausverkauft haben.

Während die Staffeln und der Haspa Marathon Hamburg Half Marathon — der dieses Jahr den Start in den Nachmittag verlegt, um den Läuferfluss zu entzerren — das Programm abrunden, richten sich alle Augen auf die blaue Linie. Die Wettervorhersagen kündigen ein Fenster zwischen 12 und 17 Grad an, Laborbedingungen für Koech, um seine eigenen 2:04:09 zu unterbieten. Wenn der Wind an der Alster mitspielt, könnten wir Zeugen der schnellsten Ausgabe in der 40-jährigen Geschichte des Events werden.

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